Jan 302014
 

Üblicherweise denken Menschen in westlichen Ländern, dass Frauen zur Monogamie neigen und Männer zu Polygamie in Form der Polygynie, also ein Mann mit mehreren Frauen. Wenn Tina Klopp in ihrem Artikel „Kein Talent zur Monogamie“ in der ZEIT recht hat, dann haben tatsächlich Frauen eine stärkere Neigung zur Polygamie, als Männer, und zwar in Form der Polyandrie, also eine Frau mit mehreren Männern. Mehr über die Formen der Polygamie.

Wissenschaftler sehen Frauen als eher für Polygamie veranlagt, als für Monogamie

Klopp stützt sich bei Ihren Aussagen über die weibliche Neigung zur Polygamie vor allem auf das numehr auf deutsch erschienene Buch Die versteckte Lust der Frauen: Ein Forschungsbericht von Daniel Bergner.

Auch deutsche Wissenschaftler bestätigen weibliche Neigung zur Polygamie

Klopp ergänzt Bergners Thesen durch Verweise auf deutsche Studien.

Besonders gelungen sind Klopps Gegenüberstellungen des monogamen Ideals und des realen Ehe- und Beziehungslebens: „Man hört ständig von diesen rührenden Paaren, die zusammen alt geworden sind und nebeneinander auf der Parkbank sitzen und Händchen halten. Nur mit eigenen Augen gesehen hat man diese älteren Paare noch selten. Stattdessen beobachtet man häufig folgende Szene: Sie treibt ihn vor sich her durch den Supermarkt, nörgelt und schimpft und fährt ihm scheinbar unabsichtlich immer wieder mit dem Einkaufswagen von hinten in die Kniekehlen.“

Polygamie? Nein, Promiskuität!

Liest man den Artikel allerdings genau, fällt einem auf, dass es hier gar nicht um Polygamie geht, also das Verheiratetsein mit mehreren Männern, sondern um die weibliche Neigung zur Promiskuität, den Sex mit verschiedenen Partnern.

Von Vielehe wird gar nicht geredet, sondern davon, dass Frauen nach relativ kurzer Zeit die Lust auf Sex mit dem immer gleichen Partner verlieren, während Männer die gleiche Frau auch noch nach Jahrzehnten sexy finden.

Hat nun Klopp hier bewusst den falschen Begriff gewählt, weil er schlagzeilenträchtig ist? Oder darf nicht davon geredet werden, dass Frauen gerne in der Gegend herumvögeln?

Frauen sind wirklich geil

In jedem Fall bestätigt dieser Artikel oder vielmehr die darin zitierten Studien einmal mehr, dass Frauen tatsächlich so geil sind, wie es immer nur uns Männern nachgesagt wurde. Wer mehr darüber wissen will, liest Bergners Buch, oder das Buch Sex at Dawn, das der Auslöser für die seit eingen Jahren neu aufgeflammte Diskussion um die menschliche und insbesondere die weibliche Sexualität ist. In Kurzform finden Sie dessen Thesen in diesem sehr unterhaltsamen Video.

 

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Last updated: März 13, 2016 at 17:40 pm

 

 Veröffentlicht am: 30. Januar 2014, Last updated: März 13, 2016 at 17:40 pm  Posted by  Artikelserie: Polygamie  Add comments

  One Response to “Frauen neigen mehr zur Polygamie, als Männer (ZEIT, 28.01.2014)”

  1. RT @Polygamieistgut: Frauen neigen mehr zur Polygamie, als Männer (ZEIT, 28.01.2014) – http://t.co/eoXiWzMJP7

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