Polygamie ist gut

 

Polygamie ist gut. Monogamie ist gut.

Den beiden vorigen Sätzen wird niemand uneingeschränkt zustimmen, ich auch nicht. Und falls Sie, liebe Leserin, lieber Leser, so wie ich im westlichen Kulturkreis – oder einer anderen Kultur, die Polygamie üblicherweise ablehnt – aufgewachsen sind, fällt es Ihnen vermutlich besonders schwer, dem Satz „Polygamie ist gut“ zuzustimmen.

Lassen Sie aber einfach für einen Moment die weit verbreitete Ansicht, Polygamie sei grundsätzlich und immer schlecht beiseite. Betrachten Sie es einmal so: Polygamie und Monogamie sind mögliche Formen, die eine Beziehung / Ehe zwischen Menschen haben kann.

 

Das üblichste Vorurteil über Polygamie – und die Realität

Um gleich das am weitesten verbreitete Vorurteil anzugehen: Polygamie ist kein von frauenfeindlichen Patriarchen ersonnenes Unterdrückungsinstrument  zur Unterjochung von Frauen, weder per Definition, noch in der Realität. Polygamie ist einfach nur der Oberbegriff für jede Art von Mehrfachbeziehung, sei es in Form der Vielehe oder in der Form der Duldung von gleichzeitigen eheähnlichen Beziehungen. Und wenn man den bei Wikipedia (Link siehe nächster Absatz) verwendeten Begriff „Duldung“ durch „bewusstes Eingehen“ ersetzt, ist das die Beschreibung von Polyamorie.

Falls Sie mir nicht glauben, dann werfen Sie einen Blick in ein Lexikon oder sonstiges sachlich korrektes Nachschlagewerk. Links zu diversen erläuternden Artikeln finden Sie auf meiner Seite mit Links zu Einführungen und Nachschlagewerken über Polygamie und Polyamorie.

 

Was ist Polygamie?

Nachdem wir damit das am weitesten verbreitete Vorurteil aus dem Weg geräumt haben, können wir das Thema Polygamie etwas sachlicher angehen. Wie bei allem, was Menschen tun, kommt es immer darauf an, wie sie es tun. Wenn Sie, so wie ich,  schon eine oder mehrere Beziehungen hatten, dann werden Sie mir zustimmen, dass dies auch für Beziehungen /die Ehe gilt.

Die Webseite „Polygamie ist gut für Sie“ will die guten und die schlechten Seiten von Polygamie zeigen, will vor allem mit Vorurteilen aufräumen und zu der gesellschaftlichen Diskussion beitragen, in welchen Formen in unserer Gesellschaft in Deutschland Familie gelebt werden kann.

Zu diesem Zweck werden hier Artikel und Seiten mit Informationen und  Linksammlungen zu Polygamie und ihrer rechtlich nicht abgesicherten, nicht legalisierten Form, Polyamorie (oft auch: Polyamory) veröffentlicht. Die Artikel finden Sie in chronologischer Reihenfolge auf der Startseite, sowie geordnet nach Themen/Artikelserien in der Navigation unter dem Punkt Artikelserien; bei Klick darauf sehen Sie alle Artikelserien hierarchisch gegliedert, und Sie können jede Artikelserie auch einzeln als RSS-Feed abonnieren. Im Bereich „Polygamie ist gut“ finden Sie vor allem Informationen über positive Aspekte der Polygamie, aber auch die Kritiker werde ich hier und in den Artikeln zu Wort kommen lassen.

In dem Zusammenhang: Kommentieren Sie, kritisieren Sie, stellen Sie Fragen. Dafür gibt es bei jedem Artikel und auf jeder Seite unten einen Kommentarbereich, außerdem können sie in den FAQ – Fragen und Antworten auch eine Frage stellen (Dort auf „Ask a Question“ klicken). Nicht zuletzt gibt es Linklisten zu diversen Themenbereichen rund um Polygamie und Poylamorie.

 

Die grundlegende These von „Polygamie-ist-gut-für-Sie“

Polygamie ist ein Menschenrecht. Ihr Verbot in vielen Staaten ist ein unzulässiger, weil unnötiger Eingriff des Staates in die unveräußerlichen und in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen formulierten und völkerrechtlich bindend im Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte  verankerten, sowie durch die Verfassungen vieler Staaten geschützten Individualrechte. In meinem Heimatland Deutschland garantiert das Grundgesetz, basierend auf der Unantastbarkeit der Menschenwürde, diese Grundrechte.

Wenn zwei (Monogamie) oder mehr (Polygamie) Menschen ein familiäres Zusammenleben führen wollen, und alle Beteiligten diese Beziehung(en) freiwillig und wissentlich eingehen, dann hat der Staat das nicht zu verbieten, sondern zu unterstützen. Denn Liebe, Sexualität und Familie sind neben Geborenwerden und Sterben der privateste Bereich menschlicher Existenz, in den der Staat sich nur einzumischen hat, um Schaden von Einzelnen oder Mehreren abzuwenden oder entstandenen Schaden zu ahnden.

Eine polygame Beziehung unter gleichberechtigten Partnern, die von allen Beteiligten freiwillig und mit Wissen um alle Beteiligten – das unterscheidet sie von der zurecht verbotenen, heimlich geführten Mehrfachehe – eingegangen wird, fügt niemand Schaden zu, weder den Beteiligten, noch der Gesellschaft. Sie zu verbieten, ist daher ein Verstoß gegen die Menschrechte und schlichtweg überflüssig, denn Verbote darf es auch unabhängig von der Frage der Menschenrechte nur geben, wo Schaden verhindert werden soll oder die Möglichkeit bestehen soll, entstandenen Schaden nachträglich zu ahnden.

 

Weshalb ich mich für die Legalisierung der Polygamie engagiere

Ich, Viktor Leberecht, bin aus meiner eigenen Erfahrung des Lebens in einer seit Dezember 2003 bestehenden polyamoren Beziehung mit einer verheirateten Frau dazu gekommen, über das Thema nachzudenken und bin zu dem Schluss gekommen, dass Mehrfachbeziehungen einen wertvollen Beitrag zu unserer Gesellschaft leisten können. Nach längerem Zögern – hatte ich Neues, Wichtiges zu sagen? -, habe ich im November / Dezember 2010 begonnen, meine Thesen und Gedanken zu dem Thema auf meinen Webseiten http://viktor-leberecht.de/ und der internationalen Version http://viktor-leberecht.com/ zu veröffentlichen.

Im Sommer 2012 schließlich habe ich die Webseite „Polygamie-ist-gut-für-Sie.de“ gestartet, denn ich halte das Thema für so wichtig, dass unsere Gesellschaft – in Deutschland, aber auch in der EU und anderen Ländern -, sich damit befassen muss, wenn sie es mit den Menschenrechten ernst meint. Die Menschen- oder Individualrechte sind letztlich nichts anderes als der Anspruch und das Vertrauen, dass erwachsene, geistig zurechnungsfähige und freie Menschen keine Götter, absoluten Herrscher oder andere Autoritäten benötigen, die Ihnen Vorschriften machen, wie sie ihre privaten Angelegenheiten zu ordnen haben. Solange ein Mensch einem oder mehreren anderen Menschen keinen Schaden zufügt, ist er frei, sein Leben zu gestalten, wie er will.

 

 

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Sie können den aktuellen Artikeln und neuen Inhalten auf Seiten von „Polygamie-ist-gut-für-Sie.de“  auf vielfältige Weise folgen. In der rechten Spalte und gleich hier folgend im Text finden sie Links zu meinen Profilen auf Google+, Facebook und Twitter @Polygamieistgut, sowie die Möglichkeit, sich für den Newsletter einzutragen oder den Feed zu abonnieren.

 

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Last updated: Oktober 7, 2013 at 8:45 am

  10 Responses to “Polygamie ist gut”

  1. […] Neue Inhalte auf Polygamie ist gut für Sie Polygamie ist gut […]

  2. […] weitergehen, soweit mein regulärer Job, mit dem ich mein Geld verdiene, es erlaubt. Die Themen Polyamorie und Polygamie werde ich in Zukunft nur noch dort […]

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  4. […] mir Aufmerksamkeit und Anerkennung für den polyamoren Lebensstil. Und mein Fernziel ist die Legalisierung der Polygamie inklusive voller rechtlicher Geichstellung mit der monogamen heterosexue…, die bei uns  fälschlicherweise als Familie bezeichnet wird. Fälschlich? Ja, denn Familie ist […]

  5. […] Neue Inhalte auf Polygamie ist gut für Sie Polygamie ist gut […]

  6. […] verfochtene Art der Mehrfachehe steht im Wiederspruch zu den von mir auf Viktor-Leberecht.de und Polygamie-ist-gut-fuer-Sie vertretenen Ansichten zur Legalisierung von Polygamie. Denn sie geht mit einer Benachteiligung der […]

  7. Ich bin der Meinung,dass jeder selbst entscheiden sollte,welche Art von Beziehung er führen möchte. Niemand regt sich auf, wenn Paare eine „offene Beziehung“ führen. Bei Polygamie gerät man aber gleich in Gesetzeskonflikt. Wo ist da die Logik?!?!
    Wenn alle Personen mit dieser Lebensweise glücklich sind, dann sollte man sie in Ruhe lassen. Rein logisch und biologisch betrachtet, ist an Polygamie nichts verwerfliches. Ein Mann hat jeden Monat milionen von Spermien,die ein Kind zeugen könnten. Frauen haben jeden Monat nur dieses EINE Ei ,das befruchtet werden kann. Und dann ist ja noch zu beachten, dass man den Eisprung erwischen muss und die Frau neun Monate braucht, bis dann ein Kind zur Welt kommt. Ich persönlich möchte monogam leben. Aber an Polygamie ist nichts falsch. In der Bibel steht: ,,gehet hin und mehret euch.“ Ein einzelner Mann kann mit vielen Frauen viele Kinder zeugen. Ich möchte meinen Partner nicht mit einer anderen Frau teilen. Aber an polygamen Beziehungen ist nichts schlechtes.
    Die Regierung sollte sich lieber um Verbrecher kümmern und dafür sorgen, dass (—–; aus Gründen der Wortwahl vom Websitebetreiber redigiert).
    Polygamisten behindern doch niemandes Lebensqualität. (—–; aus Gründen der Wortwahl vom Websitebetreiber redigiert). Last die Polygamisten doch einfach in Ruhe leben!

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